Quotes

Wenn man alles erklären könnte, wäre dieses Werk nichtssagend.

(Ludwig Hohl)

Initialzündung

Anfang 90er Jahre begegnete ich in Cardiff Keramikarbeiten, wie ich sie zuvor noch nie gesehen hatte. Sie hinterliessen bei mir einen tiefen Eindruck: raue, an Landschaften erinnernde Oberflächen, matte natürliche Glasurfarben und mächtig wirkende Gefässformen.

Weg

Meine Begeisterung für die Keramik war geweckt und hält bis heute an. Es war der Beginn eines langen, lehrreichen Weges von der Schweiz über Wales nach Australien und wieder zurück in die Schweiz. Immer noch bin ich unterwegs, lerne, entdecke, erforsche und entwickle Neues.

Hauptthema

Übergeordnetes Thema meiner Keramikarbeit ist das Gefäss. Behältnisse in allen möglichen Formen: Gebrauchsgefässe, Häuser, Transportmittel, der menschliche Körper, um nur einige zu nennen, bestimmen massgeblich unser Leben. Zahlreiche Facetten des Gefässes faszinieren mich immer wieder aufs Neue: Innen – Aussen, die Oberfläche, die innere Leere, die Gefässöffnung und dessen unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten.

Inspiration

Erste Inspirations­quellen zur Oberflächengestaltung waren die Küste von Südwales, aber auch verwitterte, kulturell geschaffene Oberflächen, die Geschichten erzählen, Spuren tragen und Geheimnisse bergen. In Australien fielen mir die röhrenförmigen vom Menschen geschaffenen Formen im Gegensatz zur wilden Natur verstärkt auf. Organisches stiess auf Konstruiertes, – ein starker Kontrast im Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur.

Bedeutung

Der kreative Prozess einer Arbeit wird durch die Wahrnehmung, Interpretation oder den Gebrauch der Betrachtenden fortgesetzt. Erst durch sie erhalten die Werke ihre Bedeutung.

Meilen, April 2020 – Bettina BaumAnn

* weitere Gedanken zum Gefäss als Bedeutungsträger finden Sie im entsprechenden Artikel unter dem Menüpunkt Profil.